Instagram, Perfektionismus & Me

Das Thema “Umgang mit Instagram” und welche Rolle Instagram für mich und The Organized spielt. Für mich gibt es dabei die Wahl zwischen zwei Arten von Instagram-Kanälen:

Für mich gibt es zwei Arten von Instagram-Kanäle:

1. Es gibt die Kanäle, die aus rein monetären bzw. wirtschaftlichen Gründen geführt werden. Das sind die Kanäle, die einen meistens wenig emotional tangieren und von denen man sich selbst auch besser emotional distanzieren kann (sowohl als Influencer als auch als Follower). Ich wollte The Organized immer so aufbauen. Distanziert, professionell als “Marketingkanal” für die eigene Dienstleistung. Das wäre auch so viel einfacher, wenn ich dies denn wirklich könnte. Aber das bin ich (leider) nicht. 

2. Dann gibt es Kanäle, die am Ende nicht nur das Erreichen von Zahlen verfolgen (z.B. Reichweite = Leads = Sales), sondern plötzlich auch anfangen – geplant oder ungeplant – die Menschen hinter diesen Zahlen zu sehen und zu fühlen und mit Ihnen eine Verbindung aufbauen. Ab hier wird es kompliziert;-)

 

Wenn plötzlich eine Verbindung entsteht, wird es kompliziert

Das ist der Punkt ab dem es auch für mich echt schwierig wurde. Sobald es nicht nur um emotionslose Fakten, sondern um Menschen und Verbindung geht, wird’s persönlich, emotional und kompliziert. Hier muss jeder selbst seinen Weg finden, wie er/sie damit umgeht. Für mich war das ständig ein Problem. Wie grenze ich mich ab? Wie “echt” muss ich sein? Wer bin ich überhaupt? Wie schaffe ich es Nähe und Distanz in Einklang zu bringen? Wie kann ich etwas so persönliches nicht persönlich nehmen? Wie gehe ich mit dieser Verantwortung um?

Welchen Umgang wähle ich?

Ich bin ein Mensch, eine Frau, die davon lebt, echt, mitfühlend, ehrlich, herzlich, leidenschaftlich und emotional zu sein. Das bin ich einfach. Das macht vieles wunderschön, aber vieles auch anstrengender und komplizierter. Probleme und Ängste bewältige ich, indem ich sie laut ausspreche, den Finger in die Wunde lege und mich direkt damit konfrontiere. Ganz nach dem Motto: Bevor es jemandem auffällt, dass meine Hose gerissen ist, zeige ich es lieber gleich allen. Dadurch bleibe ich in der Kontrolle des Problems und mache mich durch das Zeigen dieser Verletzlichkeit viel weniger angreifbar. So funktioniere ich. Das bin ich. Das bedarf Mut, aber sich zu verstecken und “in Schönheit zu sterben” finde ich viel Angst einflößender. Indem ich über meine Gefühle oder Probleme rede und mich zeige, wirken diese auf mich weniger bedrohlich. Lieber beherrsche ich das Thema, als das Thema mich.

Mein Instagram-Thema: Verletzlichkeit

Ich habe da ein Thema mit Instagram: Verletzlichkeit. Um nicht verletzt zu werden, grenzen wir uns ab, zeigen keine echten Emotionen und bleiben so unantastbar. Dadurch wirkt alles perfekt, alles fehlerfrei, professionell. So, als hätte man immer alles im Griff. Das Leben ist schön.

Das ist ganz schön viel Druck – für beide Seiten! Das ist der Preis, den man zahlt, wenn man sich dazu entscheidet eine unechte Version von sich selbst zu zeigen. Dann fängt man an sich sehr lange, sehr viele Gedanken über jeden Post und jede Story zu machen. Man fühlt sich zunehmend fremdbestimmt und unauthentisch. Für Menschen, die damit nicht umgehen können, kann das zu einem echten Problem werden.

Angst ist keine gute Beraterin

Der Druck frei von Fehlern sein zu wollen ist enorm. Doch was steckt eigentlich dahinter? Was treibt mich an? Warum mache ich damit immer weiter? Es ist die Angst. Ich z.B. habe Angst zu scheitern und nicht gut genug zu sein. Ich habe Angst, dass ich das, was ich mir vorgenommen habe, nicht schaffe. Ich habe Angst, dass andere besser sind als ich und ich am Ende ganz doof dastehe und mich vor der ganzen Welt blamiere. So fühlt es sich zumindest manchmal an. Der eigene Perfektionismus hindert einen daran auch mal seine Schwächen und Fehler zuzulassen und zu zeigen. Dadurch würde man sich angreifbar machen. Aber ist das vielleicht ein Trugschluss?.

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Das alles hier ist nicht echt

Perfektionismus ist nicht echt. Nie zu 100%. Etwas zu tun, was sich nicht echt und authentisch anfühlt, ist lähmend, nicht beflügelnd und vor allem: nicht verbindend. Doch ich merke immer intensiver, dass es genau das ist, was ich mit diesem Instagram Kanal und mit meinem Organizing Business mit The Organized erreichen möchte: Ich möchte eine Verbindung schaffen. 

Wenn ich nicht echt bin, dann fühlen sich auch eure vielen lieben Nachrichten und Worte nie ganz echt an. Es fühlt sich an, wie eine Fälschung. Es fühlt sich an, als würde ich eine Rolle spielen und eine echte Nähe nicht zulassen. Es fühlt sich an, als wenn ich eine Fälschung wäre. Als wäre der ganze Kanal nicht echt.

Bis heute bin ich nicht stolz auf mich

Bis heute bin ich nicht wirklich stolz auf mich und auf das, was ich bisher geschafft habe. Der Grund liegt darin, dass ich mich bisher nicht getraut habe wirklich echt zu sein, zu meinen Fehlern zu stehen und einfach die zu sein, die ich bin. Ich habe immer versucht euch die energievolle Nadine zu zeigen, die jedes Projekt mit Elan und Leichtigkeit umgesetzt bekommt. Ich spiele die Rolle meines Lebens. Aber natürlich ist das nicht so und je mehr Frauen mir hier folgen, die mich genau dafür Bewundern, desto mehr fühle ich mich in der Verantwortung auch die vielen anderen Seiten zu zeigen, um ein Gleichgewicht zwischen Schein und Sein zu schaffen. 

 

Ich habe diese Social-Media-Pause dringend gebraucht, um mich wirklich zu fragen, wie ich diesen Kanal weiterführen möchte, sodass er mir und anderen Energie gibt. Ich habe in dieser Zeit und mit diesem Text eine klare Entscheidung darüber getroffen, wie ich diesen Kanal und auch The Organized zukünftig führen möchte: echt.

Echt sein, aber trotzdem professionell sein

Ich bin Nadine. Ich bin 32 Jahre alt. Ich habe mich im Mai 2020 mit The Organized selbstständig gemacht. Vorher habe ich im November in New York ein Ausbildungsseminar von Marie Kondo besucht und mich so im Februar 2021 zum KonMari Consultant zertifizieren lassen. 

 

Ich bin ein Mensch, der immer erstmal einfach macht. Ohne Struktur und ohne echten Plan. Also habe ich mir eine Website gebaut und einen Instagram Kanal gestartet. Mit dem Gedanken: Erstmal muss die Welt wissen, dass es mich und meine Vision mit The Organized überhaupt gibt. Getreu dem Motto: Fake it, til you make it. Bis dahin habe ich bereits neben meinem Job als Event- und Projektmanagerin bei mehreren Menschen aus dem Bekanntenkreis organisiert. Dabei habe ich früh gemerkt, dass ich kein typischer Ordnungscoach bin. Als „Coach“ bin ich zu impulsiv und zu ungeduldig. Ich bin mehr „hands on“. Ich bin diejenige, die nicht lange redet, sondern sofort ein Bild im Kopf hat und dann einfach loslegt und dieses Bild umsetzt. Ich bin Organizerin.

Dabei bin ich selten sehr genau, sondern eher impulsiv. Genau hier zweifle ich immer daran, ob ich wirklich etwas mit “Ordnung und Struktur” tun sollte, obwohl ich selber nicht so bin. Es fällt mir extrem schwer, erstmal in Ruhe einen Plan zu machen und den dann genau umzusetzen. Aber genau das ist es, was eine Langstreckenläuferin von einer Sprinterin unterscheidet. Ich versuche mich das erste Mal an einer etwas längeren Distanz. Da ist mir jetzt schon mehrmals die Puste fast ausgegangen. Memo an mich selbst: Probiere es mal etwas langsamer;-)

Meine größte Stärke

Meine größte Stärke ist, dass ich sehr intuitiv bin. Ich kann die Bedürfnisse der Menschen förmlich spüren und sehen. Ich liebe es dies zu erkennen und dann durch Organizing zu erfüllen. Ich bin eine Visionärin. Ich habe für mich und für andere immer sofort ein großes Bild vor Augen. Ich sehe Potenziale, wo andere nichts ahnen und ich habe diese Energie in mir diese Bilder umzusetzen. (Nur in der genauen und kleinteiligen Umsetzung hapert es noch). Diese Bilder für andere Menschen zu kreieren und umzusetzen, die selber nicht mehr weiter wissen, das ist genau das, was mich wirklich antreibt und glücklich macht. Wenn ich dieses Bild von “Ordnungssystem” bei anderen Menschen in ihren Häusern “sehe”, dann will ich auch, dass es Realität wird und zwar mit allem, was dazu gehört. Das ist mein Ziel und das ist mein Antrieb.

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Ein Professional Organizer, der selbst chaotisch ist…

Ich bin impulsiv, energetisch und dadurch auch wenig genau, kontrolliert und selten mit einem Plan unterwegs. Und wenn doch, dann setzte ich eigentlich alles daran, diesen Plan zu hinterfragen und doch wieder alles anders zu machen. Mir ist Freiheit sehr wichtig. Ich bin ein Freigeist, der kreativ sein will und einfach machen will. Starre Regeln und Grenzen machen mir Angst. Das sind alles Gedanken, die mich täglich an The Organized haben zweifeln lassen. Aber ich habe durch meine Coachingausbildung bei Change Campus im letzten Jahr etwas Wichtiges gelernt: „Ich bin ok. Du bist ok.“ Ich bin völlig in Ordnung so, wie ich bin und ich habe andere großartige Talente und Stärken, die anderen dafür fehlen und ebenso wichtig für diesen Job sind. Ich kann nämlich genau fühlen, wie gut es tut, wenn plötzlich alles seinen festen Platz hat, wenn sich Gegenstände und Gedanken sortieren, alles plötzlich ruhiger und klarer erscheint und man so seine eigenen Stärken noch besser ausleben kann. Ich will genau das für meine Kunden. Ich will ihnen diese Ordnung zurückgeben, damit sie ihr Leben frei leben können. Ich kann das, weil ich die Erfahrung, Empathie und Skills habe. Ich bin nicht perfekt, aber das macht micht genau richtig für die Menschen, die mit mir zusammenarbeiten wollen.

Der mutigste Schritt

Gleichzeitig kann so eine große Vision und so ein hoher Anspruch an sich selbst und an die eigenen Projekte sehr erdrückend und entmutigend sein, wenn man plötzlich merkt, dass deren Umsetzung viel Geduld, Genauigkeit und viele kleine Schritte und einen langen Atem benötigt. Genau das ist meine persönliche Herausforderung. Hier werde ich mir ein Team aufbauen (müssen), das mich in meinen Schwächen ergänzt und meine Stärken nicht als Hindernis sieht. Noch bin ich da nicht, aber diese Tatsache für mich erkannt zu haben und diesen mit euch zu teilen ist für mich der erste, der wichtigste und der mutigste Schritt.

Instagram funktioniert wie ein Brennglas

Manchmal erschlägt mich meine eigene Energie und plötzlich fühlt sich dann das größte Geschenk, wie die größte Belastung an. “Wollen” wird zu “Müssen” und die Zweifel an den eigenen Fähigkeiten werden so groß, dass man am liebsten sofort und für immer aufhören möchte. Social Media bzw. Instagram funktioniert da, wie ein Brennglas, das dieses Gefühl noch zusätzlich intensiviert. Meine Vision wurde in der digitalen Welt schneller größer als ich ihr manchmal gewachsen war. Ich hatte mehr Kundenanfragen als ich beantworten konnte. Ich hatte jeden Tag Termine, die ich teilweise einfach “irgendwie” gemacht habe. Meine eigene Energie hat mich in der digitalen Welt so schnell nach vorne katapultiert, dass ich in der realen Welt kaum hinterher kam. Ich hatte nach zwei Jahren nicht einmal ein richtiges Buchhaltungssystem und meine Belege landeten im berühmten Schuhkarton. Ich fühlte mich, wie eine Hochstaplerin. Ich rede vom Organizern und bin es selbst nicht. Diesen Zustand kann ich absolut nicht gut aushalten. 

Aber ein Projekt jagte weiter das nächste und ich habe das Gefühl, dass ich gar nicht genau weiß, was ich da mache. Fremdbestimmung und Überforderung stehen mittlerweile auf der Tagesordnung. Alles geht mir zu schnell. Zeit zum reflektieren und besser machen blieben mir gar nicht. Ich hatte das Gefühl, dass mich niemand verstanden hat. Alle lobten mich nur für das, was ich machte und ich dachte immer stärker, dass das alles eine Vollkatastrophe ist. Ich hatte nicht mehr die Kontrolle. Ein Gefühl, was ich absolut nicht mag. Da sehnte auch ich mich wieder nach Ordnung, Klarheit und Struktur. Etwas, was in meinem eigenen Leben die letzten zwei jahre sehr durch die Gründung und Social Media gefehlt hat.

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Dieser Spagat zwischen Business und Social Media

Ganz besonders der Spagat zwischen den Projekten bei Kunden Zuhause und dem Posten von Bildern, Tipps und Eindrücken auf Social Media war für mich die letzten Monate ein echter Kraftakt. Ich mag es einfach nicht so zu tun als wäre alles in Ordnung, wenn es das nicht ist. Ich mag nicht gerne Dinge tun, die ich gerade nicht tun mag und ich mag das Gefühl nicht fremdbestimmt zu sein. Habe ich mich nicht genau deshalb selbstständig gemacht? Dieser Balanceakt lässt mich wirklich in frage stellen, wer ich bin und was ich wirklich will. Vielleicht sollte ich einfach nur noch Social Media machen und das Organizing komplett sein lassen? Oder genau anders herum? Ich sehne mich nach etwas emotionalen Abstand zu all diesen Dingen. Ich sehne mich nach einer Pause.

Fake it, til you make it

Das war im August 2021. Mir ging es nicht mehr gut mit diesem “Doppelleben”. Ich hatte so viele Termine, To-dos, Anfragen, E Mails, Verpflichtungen und keine Zeit einfach mal auf STOPP zu drücken. Wenn der Stein erstmal wollt, dann ist er verdammt schwierig wieder anzuhalten. Ich wollte so sehr, dass das alles erstmal aufhört, damit ich bei mir selber erstmal richtig aufräumen konnte. “Fake it…” hat so gut funktioniert, dass ich aufpassen muss, nicht das “Make it!” zu vergessen. Das ist das, was ich will. Weniger “laut” sein und dafür viel mehr “wirklich können”. Das ist viel mehr die Person, die ich wirklich bin. Ich bin keine laute glitzernde Showmasterin. Auch, wenn ich das könnte. Ich bin lieber diejenige, die etwas tiefer stapelt und am Boden bleibt. So bin ich erzogen worden und das fühlt sich für mich richtig an. Jetzt ist es Zeit sich um das “Make it” zu kümmern, damit das “Fake it” etwas leiser werden darf. Also habe ich meine letzten Ressourcen zusammengetragen und beschlossen, bis zum Ende des Jahres 2021 alles, was noch im Kalender stand “abzuarbeiten” und nichts Neues mehr anzunehmen.

Ich kann sehr gut ohne Social Media leben

Letztlich hat dieser Prozess bis Februar 2022 gedauert und endete am 18.03.2022 mit meinem letzten Socialmedia Post. Danach war ich erstmal ganz leer. So leer, wie mein Kalender. Nichts stand mehr an und ich war so froh diese letzten zwei Jahre überstanden zu haben. Ich nahm mir sofort vor, nie wieder in diese Spirale zu geraten. Ich wollte etwas tun, was mir Energie gibt und nicht nimmt. Die letzten vier Wochen habe ich mein Handy fast gar nicht angerührt. Das fiel mir zum Glück ganz leicht; ein beruhigendes Zeichen. Ich kann sehr gut ohne SocialMedia leben. Ich bin davon nicht abhängig und das möchte ich auch niemals sein. 

Ich habe mir vorgenommen, erst wieder etwas zu posten oder überhaupt erst wieder aktiv zu werden, wenn ich mir klar darüber bin, wer ich bin, was ich tun will und was ich in diesem Zusammenhang teilen möchte.

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Das ist eine Verantwortung, die mich zunehmend belastet hat

Ich dachte nie, dass ich hier so viel von mir teilen würde. Ich wollte nie jemand sein, der sich von Social Media emotional beeinflussen lässt. Aber ich habe mich dazu entschlossen, einen Weg zu gehen, der wirklich zu mir passt. Dieser ist für mich nicht ohne echte Gedanken und echte Gefühle umsetzbar. Das ist etwas, was ich auch erstmal begreifen und mir eingestehen musste. Instagram auf eine gesunde Art und Weise zu betreiben ist nicht leicht. 

Ich sehe Social Media nicht (mehr) ausschließlich, um darüber Neukunden zu gewinnen und Geld mit Kooperationen zu verdienen. Ich mache das auch, weil ich damit Menschen erreiche, die aus meiner Geschichte und meinem Weg etwas für sich mitnehmen können. Was ich während der Entwicklung dieses Kanals mit unglaublich viel Staunen und Faszination gelernt habe ist, dass ich hier echte Menschen mit meiner Vision erreichen, begeistern und motivieren kann. Ich kann Menschen erreichen und zum Teil ihr Leben beeinflussen. Das ist eine Verantwortung, die mich zunehmend belastet und mir Angst gemacht hat. Das war der Punkt als “Fake it…” für mich nicht mehr funktioniert hat.

Ich möchte ein Vorbild sein

Ich möchte ein Vorbild sein für die Menschen, die sich meine Inhalte gerne ansehen und etwas für sich daraus mitnehmen. Für die Menschen, die vielleicht sogar selbst Ordnungscoach werden möchten, möchte ich ein echtes Beispiel sein; sie ermutigen statt zu entmutigen. Im Herzen bin ich immer noch das kleine Mädchen vom Bauernhof, das gefühlt nie über ein “gut” hinausgekommen ist.  Ich fühlte mich nie genug. Ich möchte auf keinen Fall anderen Menschen dieses Gefühl geben. Ich möchte lieber ein positives Beispiel dafür sein, wie Social Media auch eine Plattform sein kann (wenn man es achtsam und ausgewählt “minimalistisch” für sich nutzt!), die anderen als Quelle für echte Beispiele dient und wo man echte Tipps für das echte Leben findet. Jeder in dem Maße und bei den Kanälen, die einem wirklich (!) gut tun. Das ist mein Wunsch und dafür weiß ich jetzt auch, was ich tun muss.

Ich möchte keine Rolle (mehr) spielen

Ich muss den Mut haben, die Wahrheit zu sagen und mein Gesicht zu zeigen. In meinem Fall bedeutet das nicht zu zeigen, wie mein Privatleben aussieht (da ziehe ich weiterhin eine klare Grenze, die ich selber brauche), aber wirklich zu zeigen, wie weit ich mit The Organized bin und was vielleicht auch noch nicht funktioniert. Ich möchte keine Rolle spielen. Manche Menschen können das. Ich musste erkennen, dass ich das einfach auf lange Sicht nicht kann und durchhalte. Meine persönlichen Gefühle aus diesem Spiel herauszunehmen, fühlt sich so an als würde ich die Menschen, die sich meine Inhalte anschauen und mir liebevolle Nachrichten schreiben, nicht ernst nehme. Als würde ich mit ihren Gefühlen spielen. Als wäre ich eine Betrügerin. 

Ich dachte immer, dass es viel zu anstrengend sei, sich wirklich auf diese Verbindungen einzulassen, dass es viel besser und gesünder wäre, das Ganze rein professionell zu sehen und sich davon komplett emotional zu distanzieren. Das war der Plan. Aber das hat nicht funktioniert. Das kann ich nicht. 

Das war ein großer Trugschluss, denn in Wahrheit, hat mich diese Rolle viel mehr angestrengt, als einfach ganz ich selbst zu sein und nicht so viel darüber nachdenken zu müssen, was man als nächstes postet. So viele Dinge habe ich bewusst nicht gezeigt, weil ich es für nicht professionell genug gehalten habe. Dadurch wurde alles sehr kompliziert und das hat mir auch die Freude daran genommen.

Es gibt immer Menschen, die andere für ihren Mut verurteilen…

Zuzugeben etwas noch nicht zu können, gibt dir die Freiheit es einfach zu machen. Den Mut zu haben, seine Fehler zu zeigen, sollte immer mit Wertschätzung und Respekt begegnet werden. Wenn du zugibst, was du alles noch nicht kannst, dann bist du nicht mehr gelähmt. Dann bist du beweglich, frei und unverwundbar. Menschen, die andere Menschen für diesen Mut verurteilen, die wissen dieses Verhalten und das Geschenk, was man dadurch bekommen kann, leider nicht zu schätzen. Das sind die Menschen, die einen wirklich daran hindern diesen Marathon zu laufen und seinen Zielen wieder ein Stück näher zu kommen. Diese Menschen werden immer da sein. Ich sehe euch. Ich sehe dich. Lass es uns so sehen: Du bist ok. Ich bin ok 🙂

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Dann mal los

Ich bin Nadine. Ich bin die Gründerin von The Organized. Ich bin gerade dabei den Prozess für mein Organizing Business aufzubauen und habe deswegen auch gerade keine neuen Kunden oder Projekte. Ich konzentriere mich gerade ganz auf meine unternehmensinternen Prozesse und Strukturen – auf das Fundament von meinem Business. Das fällt mir nicht leicht, weil ich dadurch sehr mit meinen Schwächen konfrontiert werde. Das ist schwer, aber ich schaffe das. Dadurch habe ich auch seit vier Wochen nichts auf meinem Instagram Kanal gepostet. Es hat sich einfach nicht mehr gut für mich angefühlt und andere Dinge waren mir in dieser Zeit wichtiger. Ich hätte mich dabei nicht ehrlich und authentisch gefühlt. 

 

Heute geht es mir besser. Ich schreibe heute diesen Text, um ein Gleichgewicht zu schaffen. Jetzt wisst ihr Bescheid. Jetzt sind wir auf Augenhöhe. Jetzt wisst ihr, wo ich stehe und könnt mich auf meinem Weg zu meiner Vision mit The Organized weiter begleiten, … wenn ihr das möchtet;-)

Denn ich glaube, nur so lässt sich mit Instagram langfristig ein gesunder Umgang vereinbaren; wenn es echt ist. Wenn echte Menschen etwas für echte Menschen preisgeben und mit ihnen in eine ehrlich Verbindung treten. Ich möchte euch ein Vorbild und eine Inspiration für das sein, was ich wirklich bin und tue und nicht für das, was ich vorgebe zu sein. Dabei gäbe es nur Verlierer. Bei der Ehrlichkeit gewinnen beide Seiten.

That´s The Organized

theorganized.de ist ein Kanal, der mich dabei zeigt, wie ich als Gründerin versuche mein Organizing Business aufzubauen und dabei auch jede Menge Fehler mache (Achtung, absolute Achterbahnfahrt!). Ein Kanal, der euch Tipps zum Thema Organizing gibt, die ich selber manchmal noch nicht befolge und Organizingprojekte von mir zeigt, die ich selbst gerne bei mir umgesetzt hätte.  

Ich lade euch ein in das Thema Organizing, in dem ich selbst noch so viel lernen werde. Ich bin nicht die geborene Organisatorin. Ich bin eine Chaotin. Aber ich habe den Antrieb Ordnung in das Leben von Menschen zu bringen, die es selbst nicht können und jemanden brauchen, der sich einfach darum kümmert. Das kann ich und das ist Grund genug jeden Tag weiter an seiner Vision festzuhalten. That´s it. That´s me. That’s The Organized.

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PS: Habe seitdem endlich auch ein Buchhaltungssystem;-)